unsere Kirchen
Die St.Salvatoris-Kirche liegt im ältesten Teil Geesthachts. Da die beiden vorherigen Kirchen von Elbe-Hochwassern zerstört wurden, baute man diese Kirche an einem möglichst hoch gelegenen Platz am Elbufer. Im Frühjahr 1685, ungefähr ein Jahr nach der Zerstörung der Vorgängerkirche, begann der Neubau. Geesthacht war damals ein recht armes Dorf mit ca. 300 Einwohnern. Der Neubau war nur mit finanzieller Unterstützung aus Hamburg, Lübeck, Bergedorf und den Vier- und Marschlanden möglich. Steine, Altar, Kanzel, Glocken, Uhr und andere Gegenstände aus der Vorgängerkirche wurden wieder verwendet und die Bewohner Geesthachts halfen beim Neubau mit. Auch die Entscheidung für einen Fachwerkbau fiel aus finanziellen Gründen: dies war die günstigste Lösung.
Am 13.November 1685 wurde die Kirche eingeweiht und “Salvatoris-” d.h. Erlöserkirche genannt. Der hölzerne Glockenturm wurde allerdings erst 1691 fertig.
Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche im Wesentlichen Mitte des 19. Jahrhunderts. Emporen wurden eingezogen, um der wachsenden Bevölkerung ausreichend Platz zu bieten. Aus der vorhandenen Kanzel, einem Epitaph und der Tür des ehemaligen Beichtstuhls (alles aus der Vorgängerkirche) entstand der Kanzelaltar, so wie er heute noch in der Kirche steht. Die Figuren darin stellen den Priester Aaron und den gemarterten Christus das. Im Jahr 2000 wurde der Altar mit dem Ziel restauriert, die ursprüngliche Farbigkeit wieder herzustellen. Auch die Gestaltung der blauen Decke mit goldfarbenen Sternen nimmt alte Traditionen auf
In der Mitte des Kirchenschiffes hängt der 1786 gestiftete Kronleuchter, an dessen Spitze ein kleines Boot auf den Beruf der Stifter verweist. Zu den ältesten Gegenständen gehören eine kleine Heiligenfigur und die mit zwei Schlössern gut gesicherte Truhe, in der früher das Gemeindevermögen aufbewahrt wurde.
Im Altarbereich sind drei Grabplatten in die Wände eingelassen. Sie lagen ursprünglich im Boden und erinnern an in der Kirche bestattete Pastoren.
Die Bilder an der Empore stammen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Kieler Maler Willi Langbein hat auf ihnen biblische Geschichten dargestellt.
Das Taufbecken wurde in den 70-er Jahren um einen in der Elbe gefundenen alten Holzpfosten herum gestaltet. 2002 entstand das dazu passende Lesepult. Die erste Orgel wurde 1843 eingebaut und 1911 und 1969 jeweils durch Neubauten ersetzt.
Im Turm hängen drei Glocken. Die größte und älteste stammt aus dem 14.Jahrhundert, sie ist der älteste Gegenstand unserer Kirche. Die beiden kleineren Glocken entstanden 1959.
Das an die Kirche angrenzende Gemeindehaus mit dem Pastorat wurde 1917 fertig gestellt.
Man kann ihn von weit her über die Elbe sehen, den spitzen Turm der St.Petri-Kirche in der Geesthachter Oberstadt. Sie befindet sich Am Spakenberg , mitten in einem Wohngebiet und ist auf einem kleinen Hügel gelegen. 1963 wurde die Kirche eingeweiht. Sie ist die jüngste und größte Kirche Geesthachts.
Die Kirche hat die Grundform eines Fisches. Ihr schlichter Innenraum besticht durch Helligkeit und Weite. Ein Raum, der Freiheit atmet.
Ein besonderes Schmuckstück der Kirche ist das Kruzifix, das den modernen Kirchbau mit der 1684 in den Elbfluten untergegangenen alten St. Petri-Kirche verbindet. Der aus der Flut gerettete Christus-Korpus dieser alten Kirche wurde auf schmiedeeisernen Kreuzbalken aufgebracht, die an Paddel erinnern.
Sehenswert ist auch das Sandsteinrelief im Vorraum der Kirche, das der Bildhauer Hans Kock geschaffen hat. Es zeigt die Berufung des Petrus zum Menschenfischer.
Die St. Petri-Kirche bietet 400 Menschen Platz und ist mit einer Schuke-Orgel ausgestattet. Aufgrund ihrer hervorragenden Akustik ist sie ein beliebter Ort für Konzerte von Chören, Orchestern und Solisten.